BLENDE, ZEIT und ISO!

BLENDE/ZEIT/ISO

Das GLAS IST VOLL. Sehr gut!

In der Fotografie muss man bedenken, dass die Art und Weise wie man das „Glas mit Wasser“ füllt, maßgeblich ist für die Bildwirkung. Wir brauchen diese Dinge um kreativ zu werden. Lasst uns GESTALTEN!

 

Die Blende ist verantwortlich für die Schärfentiefe.

Man bedenke einfach, wenn man kleingedrucktes liest, dann kneift man schon mal die Augen ein wenig zu um „scharf“ zu stellen! Grandios oder?

Man tut dabei nicht anderes, als seine "Augen-Blende" so zu verkleinern, dass man schärfer sieht.

Und wenn man seinen Daumen vor die Nase hält und darauf fokussiert, wird alles drum herum unscharf.

Dann ist die Blende offen- also groß.

Das macht also LOLALOGISCH,  DASS UMSO KLEINER DIE BLENDENÖFFNUNG UMSO MEHR SCHÄRFENTIEFE hab ich.

Hier eine recht gute Grafik um sich das nochmal gut vorstellen zu können.

Umso größer die Blendenöffnung, umso weniger Schärfentiefe.

Hier eine Grafik, die ganz gut zeigt, was "Blende" macht!

In der Portraitfotografie liegt nun nahe, dass wir mit bevorzugt mit offener Blende fotografieren wollen. Der Hintergrund wird unscharf,  das Hauptmotiv scharf. 

 

ZEIT...

...in der Fotografie ist die Einstellung, die bestimmt, wie lange Licht auf den Film trifft. Es ist ein ebenso großes Gestaltungswerkzeug in der Fotografie, wie die Blende. Umso kürzer die Zeit gewählt, umso schockgefrorener wirkt das Objekt, welches ich fotografiere. Mit der Zeiteinstellung kann man “einfrieren” oder “fließen” lassen.

Beispiel: Mein Kumpel springt in den Pool. Ich will ein Foto machen, wenn er gerade in der Luft schwebt. Das gelingt nur, wenn ich diesen Mini-Moment einfriere.

Ich muss schnell schießen und ganz kurz belichten. Ansonsten ist mein möglicherweise ein wattiges, unbekanntes Flugobjekt.

 

Manchmal wollen wir diesen Effekt. Fließendes Wasser zum Beispiel, ist ein wunderschöner Fotoeffekt. Man erreicht ihn, indem man mit Stativ fotografiert

lange belichtet.

 

Was Zeit macht, zeigt auch diese Grafik ganz schön:

Als ISO bezeichnet man die Empfindlichkeit des Films.

Also wie empfindlich der Film/Sensor auf Licht reagiert.  

Umso lichtempfindlicher die Oberfläche, umso schneller entwickelt sich das Bild. 

Ist es hell: niedrige ISO.

Ist es dunkel: hohe ISO!

 

Einziger Nachteil bei hohen ISO: Umso höher die Iso umso mehr "rauschen" ist auf dem Bild zu sehen. 

Das ist darum so, weil empfindliches Material grobporiger ist, als wenig Empfindliches. „Wenig empfindlicher Film“ hat eine sehr feine Struktur- wie Mehl beispielsweise. “Hochempfindlicher Film” ist wie grober Schotter. Das sieht man dann auch am Bild, ob auf samtigen Mehl oder Schotter gemalt wurde.

Anbei wieder eine Grafik, die gut zeigt was ISO macht:

 

EINS NOCH, bevor es ans Portrait geht...WEIßABGLEICH!

Auf unserer Kamera können wir auch immer einen Weißabgleich wählen. Das ist nichts anderes, als dass wir der Kamera sagen, was WEISS ist. 

Man nennt das auch Farbtemperatur. Wenn die Kamera weiß, in welchem Licht wir fotografieren, dann kann sie die Farben richtig interpretieren. Dazu muss sie nur wissen was eben weiß ist!

Ein Wintertag ist kälter, als ein Sommertag, nicht wahr? 

Etwas irritierend ist wohl immer diese Zahlenangabe. Merke dir einfach, ist dir das Bild zu blau, dreh den Wert rauf, und ist es dir zu warm, dreh runter. Wie beim Heizkörper. Easy. Und außerdem- bei dieser Einstellung, da kann man ruhigen Gewissens auf Coppenrreiter&Co setzen. Nimm die Automatik!

JETZT KANNS LOS GEHEN! Alles Wichtige ist erledigt. Ob du es glaubst oder nicht, wenn du das verstanden hast, aber noch keinen Tau hast, wie du was jetzt einstellen sollst… Geduld. Das kommt ab jetzt, ganz von allein! Die Grundrezepte verrate ich euch ohnehin noch, feinjustieren werden wir dann ganz nebenbei! Immerhin ist Fotografieren wie fühlen mit den Augen. Und genau darum gehts, hier in meinem Kurs vordergründig! DAS SEHEN lernen.

 

Im nächsten Teil gehts weiter!

 

 

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